Glossar der Zukunftskompetenzen: Welche KI-Fähigkeiten Führungskräfte künftig brauchen
DELTACON Director Daniel Frankenberg verfügt über langjährige Führungserfahrung und ein starkes Netzwerk innerhalb der Nonfood-Branche, sowohl in der Industrie als auch im Handel. Nach vielen Jahren in verantwortlichen Positionen hat er sich bewusst einer der Top-10-Personalberatungen in Deutschland angeschlossen, um Unternehmen im Wandel noch gezielter zu unterstützen. In seinem aktuellen Beitrag beleuchtet Daniel Frankenberg, wie künstliche Intelligenz die Art verändert, wie wir arbeiten, entscheiden und führen. Er zeigt, warum dadurch für Führungskräfte ein völlig neues Anforderungsprofil entsteht und weshalb nicht die Technik selbst die größte Herausforderung ist – sondern das Verständnis, wie man sie sinnvoll und verantwortungsvoll nutzt.
Führungskräfte müssen KI nicht programmieren können. Aber sie müssen wissen,
- wie KI funktioniert,
- welche Chancen sie bietet,
- wo ihre Grenzen liegen
und wie man Teams sicher durch diese Entwicklung führt.
Dieses Glossar soll genau dort Orientierung geben: bei den zentralen KI-Kompetenzen, die moderne Führung auszeichnen. Verständlich erklärt und klar auf den Punkt gebracht.

Die 10 wichtigsten KI-Kompetenzen für Führungskräfte. Einfach erklärt:
- Was ist Datenkompetenz?
Datenkompetenz ist die Fähigkeit, Daten korrekt zu verstehen, kritisch zu bewerten und für Entscheidungen zu nutzen. Sie bildet die Grundlage jeder KI-Anwendung, denn ohne Verständnis für Daten kann KI nicht sinnvoll eingesetzt werden.
Für Führungskräfte bedeutet das: Sie müssen erkennen, welche Daten belastbar sind und wie diese Informationen verantwortungsvoll in strategische Entscheidungen einfließen können. - Was ist technisches Grundverständnis für KI?
Es beschreibt das Wissen darüber, wie KI-Modelle grundsätzlich funktionieren, was sie leisten können und welche Grenzen sie haben.
Führungskräfte müssen kein technisches Detailwissen haben, aber sie müssen technologische Entscheidungen sicher beurteilen können. - Was ist digitale Entscheidungsfähigkeit?
Digitale Entscheidungsfähigkeit bedeutet, Entscheidungen auf Basis von KI-Analysen, Datenauswertungen und Prognosen zu treffen.
Sie hilft Führungskräften dabei, technologiegestützte Empfehlungen richtig einzuordnen und verantwortungsvoll zu nutzen. - Was ist Automatisierungsdenken?
Automatisierungsdenken ist die Fähigkeit, Prozesse zu erkennen, die durch KI oder Software effizienter gestaltet werden können.
Diese Kompetenz hilft Führungskräften dabei, Ressourcen gezielt einzusetzen und Abläufe zu modernisieren. - Was ist Veränderungsfähigkeit im KI-Kontext?
Veränderungsfähigkeit beschreibt den Umgang mit technologischem Wandel und die Fähigkeit, Menschen durch Veränderungsprozesse zu führen. Für Führungskräfte bedeutet das: Sie müssen Orientierung bieten, Unsicherheiten reduzieren und ihren Teams eine klare Richtung geben, wenn KI neue Rollen, Strukturen oder Anforderungen schafft - Was ist kritisches Denken gegenüber KI?
Kritisches Denken bedeutet, KI-Ergebnisse bewusst zu hinterfragen. Führungskräfte tragen Verantwortung dafür, KI-Ergebnisse nicht unreflektiert zu übernehmen, sondern auf Plausibilität, Datenbasis und Auswirkungen zu prüfen. - Was ist KI-bezogene Kommunikationsfähigkeit?
Diese Kompetenz beschreibt die Fähigkeit, technologische Themen verständlich und motivierend zu vermitteln. Führungskräfte müssen Unsicherheiten reduzieren und können eine positive Haltung gegenüber Veränderungen fördern. - Was ist ethische Kompetenz im Umgang mit KI?
Ethische Kompetenz umfasst Kenntnisse zu Datenschutz, Transparenz, Fairness und rechtlichen Rahmenbedingungen. Führungskräfte müssen sicherstellen, dass KI verantwortungsvoll und regelkonform eingesetzt wird. Sie entscheiden darüber, welche KI-Anwendungen zulässig, verantwortungsvoll sowie kulturell akzeptabel sind und tragen Verantwortung für deren Auswirkungen. - Was ist Prediction (Vorhersagekompetenz)?
Prediction beschreibt die Fähigkeit von KI, zukünftige Entwicklungen vorherzusagen.
Führungskräfte müssen verstehen, wie solche Prognosen entstehen, wie verlässlich sie sind und wann man ihnen vertrauen kann. - Was ist Bias (Verzerrung) und warum ist das wichtig?
Bias bezeichnet Verzerrungen in Daten oder Algorithmen, die zu einseitigen oder fehlerhaften Ergebnissen führen.
Eine moderne Führungskraft muss erkennen: KI ist nicht automatisch objektiv ist. Bias zu verstehen heißt, Risiken zu vermeiden und Ergebnisse richtig einzuordnen.
Was müssen Führungskräfte über KI wirklich wissen?
Künstliche Intelligenz wird nicht bestimmen, ob eine Führungskraft erfolgreich ist, aber sie wird bestimmen, wie gut sie Entscheidungen trifft, Entwicklungen einschätzt und Menschen führt.
Die Zukunft gehört jenen, die:
- offen für neue Technologien sind,
- die Wirkmechanismen von KI verstehen,
- Chancen und Risiken richtig bewerten,
- und ihre Teams sicher durch Veränderungen begleiten.
Führung im KI-Zeitalter bedeutet nicht, selbst Entwickler zu sein.
Es bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen, klare Orientierung zu geben und technologische Entwicklungen verantwortungsvoll in unternehmerische Entscheidungen zu übersetzen.
Personalberater für Konsumgüter / FMCG (non food), Handel, Outdoor & Lifestyle, Verpackungsmittel
Daniel Frankenberg verantwortet vom Standort Berlin aus als Personalberater europaweit die Branchen Konsumgüter / FMCG (non food), Handel, Outdoor & Lifestyle und Verpackungsmittel. Daniel Frankenberg verfügt über mehr als 20 Jahre operative Top-Managementerfahrung in Einkaufs-, Vertriebs- und Marketingfunktionen innerhalb der Konsumgüterindustrie und des Handels.






